Rund 11 kg diverser Drogen, eine scharfe Waffe und über 50.000 Euro Bargeld

Zollfahndung geht gegen Organisierte Zigaretten- und Rauschgiftkriminalität vor

In den frühen Morgenstunden des 14.12.2016 durchsuchten Ermittlerinnen und Ermittler des Zollfahndungsamtes Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bonn zeitgleich 17 Objekte im Raum Köln-Bonn-Siegburg. Sichergestellt wurden 2.200 Stangen illegaler Zigaretten, u.a. der Marke Jin-Ling sowie rund 11 kg unterschiedlichster Drogen, 1,2 kg Amphetamin, 8,9 kg Mari-huana, 490 gr Haschisch sowie 650 Stück Ecstasy-Tabletten. Ferner stellten die Fahnder eine schussbereite Pistole "Walther PPK" Kaliber 7,65 mm mit Munition, über 50.000 EUR Bargeld sowie diverse weitere Beweismittel sicher. Ein 41-Jähriger Kerpener wurde festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Eine frühere Veröffentlichung war aus ermittlungstechnischen Gründen nicht möglich. Das Zollfahndungsamt Essen, an seinem Dienstsitz in Köln, führt seit Anfang 2016 ein umfang-reiches Ermittlungsverfahren gegen Zigarettenschmuggler, die in großem Stil illegale Zigaretten aus Osteuropa einschmuggeln. Neben den Zigarettengeschäften wurde im Laufe des Verfah-rens festgestellt, dass einzelne Täter darüber hinaus Geschäfte mit Drogen tätigen. Den Hinweis auf das Treiben der Bande erhielten die Fahnder von Zusammenarbeitsbehörden aus den Niederlanden.

Mehrere unter Verdacht stehenden Männer, zwischen 30 und 42 Jahre alt, allesamt deutsch-russisch-kasachischer Herkunft stammen sämtlich aus dem Großraum Köln-Bonn. Einige der Tatverdächtigten waren den Behörden bereits einschlägig bekannt.

Die beschlagnahmte Waffe sowie 20.000 Euro Bargeld hatte der Beschuldigte in einem Tresor in einer Laube in einer Kleingartenanlage abseits seines Wohnortes versteckt. Dort lagerte er auch die unterschiedlichen Drogen. Der Tresor musste gewaltsam von zugezogenen Spezialkräften des Zolls geöffnet werden. Der entstandene Steuerschaden, allein durch die an diesem Tag sichergestellten 2.200 Stangen Zigaretten, beläuft sich auf rund 70.000 Euro. Die Auswertung der Beweismittel dauert an.

Ungewöhnlichster Fund in der Gartenlaube: Sogenannte Bubbles, gefüllt mit Haschisch. Diese häufig von Körperschmugglern transportierten, fingerdicke Latexpäckchen, stellen die Ermittler meist mit Kokain, z.B. im Flugverkehr aus Südamerika oder der Karibik sicher. Gefüllt mit Haschisch stellen sie auch für die Ermittler ein Novum dar.

Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen, zuständig für ganz NRW, im Auf-trag der Staatsanwaltschaft Bonn.
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